Einstiegtests

Die Trainingsplanung sollte genau auf die jeweilige Person zugeschnitten sein. Um Verletzungen durch Übertraining oder fehlerhafte Belastungen sowie Leistungsstagnationen zu vermeiden, müssen vor der Trainingsplanung gewisse Parameter des Probanten unbedingt (!) erörtert werden! Der Body-Maß-Index (BMI-Wert) alleine sagt nur wenig über den Ist-Zustand des jeweiligen Athleten aus. Daher sollte der  BMI – Wert für jeden Trainer nur als Orientierungshilfe dienen, an dem er die nachfolgend beschriebenen Tests anlehnen kann! Auch von computergenerierten Trainingsplänen, die ausschließlich nach dem BMI-Wert ausgerichtet sind, rate ich persönlich dringend ab!
Die Ergebnisse der hier beschriebenen Einstiegstests ermöglichen dem Trainer eine tiefgreifende Hilfe, dem Athleten die gefahrlose Verwirklichung seiner Trainingsziele zu gewährleisten.

Darstellung der Person

Allgemeine Parameter

biologisches Geschlecht, Körpergröße, Krankheit(en) bzw. körperliche Beschwerden, Körpergewicht, Alter, (frühere) sportliche Aktivitäten, derzeit ausführende Tätigkeit (Beruf)

Multifunktionstests

Multifunktions-tests

Im Fitnessbereich wurden zahlreiche Methoden entwickelt, die das muskuläre Längenverhältnis einzelner Muskelgruppen (wie z.B. Brustmuskulatur, Hüftbeuger, Beinstrecker, etc.) der linken und rechten Körperhälfte messbar analysieren können.

Ausdauertest

Ausdauertests

Bevor die Beanspruchung der Herzmuskulatur im Trainingsprozess mit einbezogen wird, müssen folgende Werte bekannt sein: Leistungsstand (Beginner, Fortgeschrittener oder Profi), Blutdruck, Ruheherzfrequenz, Maximalherzfrequenz, Endherzfrequenz, Belastungsstufe, VO max (ml/kg/min).

Durchführung des Cardiotests am Ergometer

Um eine vorzeitige Ermüdung zu vermeiden, sollte die empfohlene Aufwärmphase nicht länger als 3 Minuten andauern. Wichtig ist dabei, dass die Herzfrequenz maximal(!) nur 30% höher als die Ruheherzfrequenz  darf. Beispiel: Es wird eine Ruheherzfrequenz von 74 s/min gemessen. Der Wert in der Aufwärmphase beträgt nun 111 s/min. Im nachfolgenden eigentlichen Test ist auf eine gleichbleibende Bewegungsgeschwindigkeit zu achten. Die Belastung ist so zu regulieren, dass die Herzfrequenz eine Minute nach Testbeginn um ca. 32% steigt (in unserem Beispiel 125 s/min). Im Normalfall wird dies mit einer Belastungssteigerung von 12,5% erreicht. In unserem Beispiel kann jetzt ein Pulswert von 117 s/min. gemessen werden. Am Ende dieser Belastungsphase sollte der Wert der Herzfrequenz 32% höher liegen als die Ruheherzfrequenz (In unserem Beispiel liegt jetzt der Pulswert bei 138 s/min). Nach einer weiteren Minute wird die Belastung um weitere 12,5% erhöht. Nach einer weiteren Belastungssteigerung von 25% erreicht der Athlet die Zielherzfrequenz. Im Idealfall ist die Herzfrequenz jetzt 50% höher als die Ruheherzfrequenz (In unserem Beispiel 158 s/min).  Nun erhält der Sportler die Aufgabe bei einem abruptem Belastungsabfall von 75% mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiterzutreten bis der Ausgangswert seiner Herzfrequenz erreicht ist. Diese Zeitspanne wird als „Regenerationswert“ mit in die Berechnung der konditionellen Verfassung des Athleten berücksichtigt.
P.S: Anstatt eines Ergometers können für diesen Test auch andere Hilfsmittel verwendet werden. Um ein falsches Testergebnis zu vermeiden ist in jedem Fall darauf zu achten, dass nur die Belastung (Kraft) und nicht die Geschwindigkeit erhöht wird!  

ILB (Individuelle Leistungs Bild- Methode) Testprogramm

Die ILB-Methode wird deshalb gern verwendet, um eine muskuläre Über- oder Unterbelastung auszuschließen. Außerdem ist die Trainingsplanung wesentlich flexibler gestaltbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Testergebnisse exakt nachvollziehbar sind.